Vorlesen nicht vergessen

Die Lesemotivation des Nachwuchs tendiert gerade gegen Null? Dann probiert es doch nochmal mit Vorlesen! Selbst wenn Kinder schon selbst lesen können, kann Vorlesen eine gute Alternative sein und bringt einige Vorteile mit sich, von denen Kinder später profitieren können.

Vorlesen hat beispielsweise so tolle Effekte wie einen großen Wortschatz oder eine gute Lesekompetenz. Das erklärt auch, dass Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, durchschnittlich bessere Noten in der Schule haben und sich beim Lesenlernen und im Umgang mit Texten leichter tun als andere, die nicht mit ihren Eltern lesen. Eine gute Option ist auch das sogenannte Tandemlesen. Hier liest man zusammen mit dem Kind immer abwechselnd; mal liest das Kind einen Abschnitt und mal wird vorgelesen. Wenn zur Abwechslung mal wieder vorgelesen wird, haben Kinder danach auch wieder mehr Freude, wenn sie selbst Geschichten lesen. Und abgesehen von den Bildungschancen, die Vorlesen den Kindern ermöglicht, ist gemeinsame Zeit mit Mama oder Papa doch nie verkehrt, oder?

Vorlesen: Fundament für selbstständiges Lesen

Vorgelesen zu bekommen legt, bildlich gesprochen, das Fundament, um später selbst lesen zu können. Abgesehen davon birgt es viele Vorteile, sowohl für Eltern als auch Kinder. Im Bett vorzulesen ist eines der am einfachsten umzusetzenden täglichen Rituale und schafft Nähe zwischen Eltern und Kind, indem ruhige und innige Momente entstehen können. Wenn man Fragen über das Buch stellt, kann man außerdem gut miteinander ins Gespräche kommen. Wie hat dem Kind das Buch gefallen? Würde es auch so handeln wie der Hauptcharakter? Was fand es nicht so toll? Abgesehen von den positiven Effekten des Vorlesens können sogar Eltern feststellen, dass auch ihnen Vorlesen Spaß macht. Hier kann man alles aus sich herausholen: Spricht man schnell oder langsam, leise oder laut? Verwendet man verschiedene Stimmen oder imitiert lustige Laute? Probieren Sie es doch mal aus!